Ihr schreitet zum Altar und blickt in dreißig Displays statt in dreißig Gesichter. Genau das vermeidet eine Unplugged Wedding. Die Idee ist einfach, die Umsetzung braucht nur etwas Fingerspitzengefühl.
Was bedeutet Unplugged Wedding?
„Unplugged“ heißt: Während der Trauung bleiben Handys und Kameras in der Tasche. Meist gilt das nur für die Zeremonie, also 30 bis 45 Minuten. Danach darf wieder fotografiert werden.
Welche Vorteile hat eine handyfreie Trauung?
- Der Fotograf hat freie Sicht, ohne ausgestreckte Arme im Mittelgang.
- Auf den Profi-Bildern sind Gesichter zu sehen, keine Geräte.
- Eure Gäste erleben den Moment statt ihn zu filmen.
- Es landen keine Bilder im Netz, bevor ihr sie selbst gesehen habt.
Wie sagt man es den Gästen?
Dreimal, freundlich und kurz: in der Einladung, auf einem Schild und durch eine Ansage.
Textvorlagen für die Einladung
- „Wir wünschen uns eine Trauung ohne Handys. Unser Fotograf hält alles fest – ihr dürft einfach dabei sein.“
- „Bitte schenkt uns während der Zeremonie eure volle Aufmerksamkeit. Fotos gibt es danach für alle.“
Textvorlagen für das Schild
- „Willkommen zu unserer Unplugged-Trauung. Bitte Handys aus, Herzen an.“
- „Wir möchten eure Gesichter sehen, nicht eure Handys. Danke!“
- „Die nächsten 30 Minuten gehören dem Moment. Fotografieren dürft ihr auf der Feier – so viel ihr wollt.“
Textvorlage für die Ansage
- „Das Brautpaar bittet euch, während der Trauung nicht zu fotografieren. Die Bilder des Fotografen werden mit allen geteilt.“
Und was ist mit den Fotos der Gäste?
Unplugged gilt für die Trauung, nicht für den ganzen Tag. Auf der Feier sind Gästefotos Gold wert, weil der Fotograf oft nach dem Eröffnungstanz geht und nie an allen Tischen gleichzeitig sein kann. Macht den Wechsel deutlich: Auf den Tischen steht ein QR-Code, über den alle ihre Bilder in eine gemeinsame private Galerie laden. Passende Formulierungen findet ihr unter Textvorlagen für den QR-Code.
Mit Sammelmomente legt ihr außerdem fest, wann die Galerie aufgeht. Bleibt sie bis zum nächsten Morgen geschlossen, schauen die Gäste am Abend weniger aufs Display.
Häufige Einwände
| Einwand | Antwort |
|---|---|
| „Oma will aber ein Bild.“ | Versprecht, die Fotos des Fotografen zeitnah zu teilen. |
| „Das wirkt streng.“ | Der Ton macht es: bitten, nicht verbieten. |
| „Was, wenn sich jemand nicht daran hält?“ | Gelassen bleiben. Ein einzelnes Handy stört kaum. |
Checkliste
- Hinweis in Einladung oder auf der Hochzeitswebsite
- Schild am Eingang der Trauung
- Ansage durch Trauredner, Standesbeamtin oder Pfarrer
- Fotografen informieren
- QR-Code für die Feier vorbereiten
Welche Motive der Fotograf übernimmt und welche eure Gäste, zeigt die Hochzeitsfotos-Checkliste.



